Sonographie in der Kleintiermedizin

Darstellung und schonende Untersuchung innerer Organe mit Ultraschall.

Was ist Sonographie?

Unter Sonographie versteht man die Anwendung von Ultraschall zur bildgebenden Untersuchung verschiedener Körperregionen.

Eine Sedation oder Narkose ist meist nicht erforderlich. An den Untersuchungsstellen sollte das Fell soweit wie nötig geschoren werden. Die Sonographie bietet den Vorteil, den Patienten ohne Nebenwirkungen und Röntgen-Strahlenexposition sowie mit sofortigen Ergebnissen in Echtzeit untersuchen zu können.

Der Untersuchungsschallkopf wird auf den Körper aufgesetzt und sendet Ultraschallwellen in einer Frequenz jenseits der menschlichen Gehörschwelle aus. Die Schallwellen werden im Organismus des Patienten je nach Gewebeart absorbiert oder reflektiert.

Der Schallkopf, der gleichzeitig als Sender und Empfänger fungiert, kann die reflektierten Schallwellen wiederum

empfangen und so die Organe in unterschiedlichen Graustufen auf einem Bildschirm darstellen.

Bei der Ultraschalluntersuchung des Brust- und des Bauchraumes lassen sich die meisten Organe (Herz, Leber, Milz, Nieren, Harnblase) gut darstellen. Schlecht beurteilbar sind dagegen alle gashaltigen oder von Knochen bedeckten Organe, zum Beispiel die Lunge, Gehirn und das Knochenmark. Manche Organe sind im Normalzustand nur schwierig, im krankhaft vergrößerten Zustand dagegen sehr gut erkennbar (z.B. Harnleiter, Nebennieren, Bauchspeicheldrüse).

Typische Indikationen für Ultraschalluntersuchungen der Bauchhöhle sind Trächtigkeitsuntersuchungen oder Harnblasenerkrankungen. Der Trächtigkeits- oder Krankheitsverlauf kann durch Folgeuntersuchungen sehr gut verfolgt und dokumentiert werden.

Sonographische Technologien

Die Dopplersonographie

Die Dopplersonographie kann als einzige etablierte Methode Flüssigkeitsströme (vor allem Blutfluss) dynamisch darstellen. Dopplerverfahren werden benutzt zur Beurteilung von Herz- und Herzklappenfehlern, Verengungen (Stenosen), Verschlüssen oder Kurzschlussverbindungen (Stunts).

Die Echokardiographie

Die Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens) ist heute eine routinemäßig eingesetzte Untersuchungsmethode zur Diagnose von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Gegensatz zum Röntgen gelingt es mit der Echokardiographie auch das Innere des Herzens zu betrachten und auszumessen. Mit Hilfe verschiedener Techniken (B- bzw. M-Bild-

Methode und Farb-Doppler-Sonographie) kann das Herz in der Bewegung sowie der Blutfluss im Herzen untersucht und beurteilt werden. Auf diese Weise können angeborene und erworbene Erkrankungen wie Herzklappen- oder Herzmuskelerkrankungen sowie Mißbildungen oder Tumoren erkannt werden.

Notfallmedizin

Auch in der Notfallmedizin liefert die sonographische Untersuchung der Bauchhöhle wichtige Informationen zum Nachweis innerer Blutungen nach Unfällen. Des weiteren können tumorverdächtige Strukturen erkannt und Hinweise auf ihre Gut- oder Bösartigkeit gewonnen werden. Schließlich können mit Hilfe von ultraschallgesteuerten Entnahmen von Gewebeproben weiterführende Laboruntersuchungen eingeleitet werden.

Was kostet eine Ultraschalluntersuchung?

Die Untersuchungszeiten können je nach Körperregion von ca. 5 Minuten bis zu einer Stunde variieren. Die anfallende Kosten hängen im Wesentlichen von der Dauer der Untersuchung ab und betragen durchschnittlich zwischen 40.- € und 100.- €.

Ihr Ansprechpartner

für diesen Bereich: Dr. Jochen Sieberz

Informations-Material

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